Wershofen, Dezember 2025

Liebe Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde Wershofen,

die Vorstellung, dass die Landschaft um die Kottenborner Kapelle durch 5 Großwindanlagen mit bis zu 270 Meter Gesamthöhe dauerhaft entstellt wird, ist für uns – und angesichts der vorliegenden Betreiberanfragen – nur schwer zu ertragen.

Daher haben wir in den vergangenen Monaten intensiv recherchiert, den Austausch gesucht (offener Brief), Daten gesammelt und offizielle, unabhängige Berichte über entsprechende Thematik ausgewertet. Es hat uns erstaunt, dass es mittlerweile über 1000 Bürgerinitiativen gegen Windkraft mit schlagkräftigen Argumenten und wissenschaftlichen Auswertungen  in Deutschland gibt. Und uns ist aufgefallen, wie viele Fragen in unserer Gemeinde Wershofen offenbleiben. Aus unseren privaten Gesprächen mit zahlreichen Bewohnern geht hervor, dass kaum  einer wirklich darüber informiert ist, welche langfristigen Veränderungen in unserer unmittelbaren Umgebung entstehen können. 
Unwissenschaftliche Aussagen, wie: „Der Strom muss ja irgendwo herkommen.“, oder „ Was hab ich mit Wershofen zu tun? Hauptsache, ich bekomme mein Geld!“ etc., sind in der gesamten Diskussion nicht sehr zielführend. Denn kaum einer weiß, wie Stromversorgung wirklich funktioniert und auch welche Konsequenzen es für diejenigen hat, die nur ihr Geld haben möchten!
Was passiert, wenn das Betonfundament später nicht mehr abgebaut wird? Was passiert, wenn die Firma Insolvenz geht und der Eigentümer auf den Entsorgungskosten sitzen bleibt? Wird das Windkraftrad dann im Wald gelagert, da es unter Sondermüll fällt? Umso wichtiger ist es, dass die offenen Fragen transparent für alle beantwortet werden. 

Denn: Wussten Sie z.B., dass …

  • jede zusätzliche Windkraftanlage über Steuern, Umlagen und Netzentgelte die Stromkosten weiter ansteigen lässt und damit auch unsere regionale Wirtschaft belastet?
  • die Stabilität unseres Stromnetzes bereits heute an ihre Grenzen stößt und der notwendige Netzausbau voraussichtlich mehrere hundert Milliarden Euro verschlingen wird?
  • das für jedes Windrad teils eine eigene Gesellschaft gegründet wird, für den Fall der Insolvenz? Und der Rückbau dann vom Grundeigentümer übernommen werden müsste? 
  • die ökologischen Eingriffe, von Waldrodungen bis zu massiven Betonfundamenten, in keinem angemessenen Verhältnis zur tatsächlich erzeugten Energiemenge stehen?
  • Windkraftanlagen Infraschall erzeugen, dessen mögliche gesundheitliche Auswirkungen weiterhin in Deutschland (im Ausland bereits bewiesen und belegt) wissenschaftlich diskutiert werden und über Jahre unterschätzt wurden?
  • Immobilien in der Nähe von Windrädern erheblich an Wert verlieren können? Je geringer der Abstand, desto deutlicher der Preisverfall (20% als Richtwert)?
  • neue, leistungsstärkere und speicherfähigere Energietechnologien kurz vor dem Durchbruch stehen und Windkraft damit perspektivisch an Bedeutung verlieren könnte?

Und das ist nur grob umrissen!

Die Firma MLK war der erste Anbieter der eine Machbarkeitsstudie erstellt hat und kam zu folgendem Ergebnis:

„Unser Ziel ist es, mit Windkraft einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Allerdings haben unsere Untersuchungen gezeigt, dass für die erforderlichen Schwertransporte so erhebliche Eingriffe in Natur und Umwelt notwendig wären, dass eine Umsetzung aus unserer Sicht nicht vertretbar ist.“

Aktuell ist nach unserem Wissen noch die Firma Prokon und MK an der Umsetzung interessiert. Stimmt das? Oder gibt es weitere?

Wir hatten uns diesbezüglich bereits an den Gemeinderat mit offenen Fragen gewendet:
Als besorgte Bürger wenden wir uns erneut auf diesem Wege an Sie, als unsere Gemeindevertreter. 

Wir würden uns wünschen,

  • dass sich die Gemeindeverwaltung Informationen über sämtliche Maßnahmen, Planungen und Auswirkungen beschafft. 
  • dass wir als Bürger erfahren wie sich der Gemeinderat hier positioniert, neutral aufklärt und einbringt.
  • dass alle möglichen Maßnahmen ergriffen werden, um dem Bürgerwillen zu entsprechen.
  • dass die Wershofener Bürger, die Sie zu vertreten haben, über alle Schritte in Kenntnis gesetzt werden.

Folgende Fragen stellen wir uns bereits und wünschen Aufklärung (auch in einem offenen Brief von September 2025-bisher ohne Reaktion):

  1. Wie viele Firmen interessieren sich aktuell für Wershofen als Standort für Windparks?
  2. Wer informiert die Bewohner über mögliche Gesundheitsbelastungen durch Windkraft?
  3. Welche Anlagen (Marke, Größe) sollen genau und wo gebaut werden? 
  4. Welche Beeinträchtigungen würden durch die Baumaßnahmen anfallen?
  5. Wer informiert über die anstehenden Einschränkungen der Anwohner während und nach der Bauphase. Wie viele LKW reisen an? 
  6. Was passiert mit den Dorfstraßen? Welche Straße soll für die Anlieferung genutzt werden?
  7. Wer zahlt den Wiederaufbau der Straßen?
  8. Wie werden die Windräder entsorgt nach 20 Jahren?
  9. Was passiert bei Insolvenz der Firmen? Wer haftet dann?
  10. Wer kommt für den Wertverlust der umliegenden Flächen und Wohnhäuser auf?
  11. Wer haftet für die gesundheitlichen Folgeschäden?
  12. Woher gewinnt der Gemeinderat seine Informationen?
  13. Wie hoch ist der Gewinn für die Gemeinde und welche Verpflichtungen sind damit verbunden?

Bei der Beantwortung der Fragen legen wir Wert darauf, dass auch unabhängige, wissenschaftlich fundierte Studien berücksichtigt werden und nicht nur Untersuchungen durch die Betreiber selbst. Dazwischen liegen Welten! Auch ist es umso wichtiger, dass keine leeren Versprechungen in den Raum gestellt werden, sondern mit klaren und rechtsverbindlichen Antworten reagiert wird.

Gesundheitliche Risiken sind nicht mehr zu leugnen und durch zahlreiche öffentlich zugängliche Studien belegt (siehe hierzu u.a. das Flugblatt).

Wir alle tragen Verantwortung für das, was in den nächsten Jahren in unserer Gemeinde geschieht. Umso wichtiger ist es, sich nicht blind in Entwicklungen zu begeben, deren Konsequenzen uns scheinbar erst später bewusst werden. Unser Interesse ist es nicht, jemanden zu überzeugen oder zu verunsichern, sondern einen kritischen, fundierten Blick zu schärfen, verschiedene Perspektiven sichtbar zu machen und die Selbstbestimmung der Bürger zu stärken. Wir möchten jede und jeden dazu ermutigen, Fragen zu stellen, selbst zu recherchieren und sich aktiv einzubringen, zum Schutz unserer Lebensqualität, Gesundheit und unserer Heimat für unsere Kinder und uns.

Diese Seite wird zukünftig erweitert und soll einen groben Überblick unserer bisher gesammelten Informationen geben und wurden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert, jedoch ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Wir möchten Raum schaffen für einen sachlichen und respektvollen Dialog. Auch werden wir zukünftige Informationen und Veranstaltungen für euch hier veröffentlichen.

Ein großes Anliegen für uns außerdem ist, dass allen Bürgern die Informationen zugänglich gemacht werden, denn wenn sich später erste Krankheitsanzeichen zeigen, oder eine Immobilie an Wert verliert,  oder der Abbau der Anlagen in Eigenleistung stattfinden muss, dann kann niemand mehr sagen,

„Wenn wir das gewusst hätten!“

Geht gerne mit uns in Kontakt. Wenn ihr Fragen habt, Anregungen oder uns unterstützen wollt, schreibt uns eine E-Mail oder sprecht uns an. Wir sind sehr an einem gemeinsamen Gedankenaustausch interessiert und auch bereit, eine Veranstaltung zu organisieren. Wir freuen uns auf einen regen Austausch.

Mit freundlichen Grüßen, 

Interessengemeinschaft Gegenwind-Wershofen

Jörg Borchert
Günter Caspary
Achim Dieper
Sarah Kaspers
Udo Kastenholz
Joachim Lumpe
Walter Metzen 
Christian Nett
Stefan Paul

!!Update: Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass sich der Gemeinderat Wershofen nun im Sinne des Wohlergehens der Bürgerinnen und Bürger sowie des Erhalts der Natur am 05.01.2026 gegen die Windkraftplanung in Wershofen positioniert hat. Das entsprechende Statement des Gemeinderats finden Sie unter folgendem Link:
https://wershofen-eifel.de/archive/5984
Diese Positionierung bedeutet allerdings nicht, dass die Planung nun aufgehoben wurde. 


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